Fragen & Antworten

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Vertraulichkeit

Für den Erfolg von Therapie, Beratung und co. ist der sichere Rahmen bzw. die Vertrauensbeziehung zwischen Klient und Therapeut von entscheidender Bedeutung. Die Inhalte aller therapeutischen Gespräche sind dementsprechend streng vertraulich. Als Therapeutin unterliege ich gesetzlichen Bestimmungen, die mich zur Verschwiegenheit gegenüber allen Belangen der Gespräche verpflichten.

Zusätzliche Informationen können sie den Ethik-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie (DGSF) entnehmen: Link 

Erstes Treffen

Für unser erstes Kennenlerngespräch nehme ich mir 30 bis 45 Minuten Zeit. Dieses Gespräch ist für Sie kostenlos. Es bietet Ihnen die Möglichkeit, sich einen Eindruck von mir und meiner Arbeit zu verschaffen, damit Sie einschätzen können, ob für Sie eine längere Zusammenarbeit in Frage kommt.

Wie lange dauert eine Therapie?

Bei der Therapie – genau wie bei Coaching oder Beratung – handelt es sich um einen Prozess, der abhängig ist von Ihren individuellen Wünschen und Möglichkeiten. Ob Sie für drei Sitzungen zu mir kommen oder für 30 hängt ganz von Ihren Bedürfnissen ab. Erfahrungsgemäß können Sie von fünf bis 12 Sitzungen ausgehen. Das erfolgreiche Ende der Beratung oder Therapie ist dann erreicht, wenn Sie meine Unterstützung nicht länger benötigen. Ein Grundsatz der Systemischen Therapie und Beratung lautet: so kurz wie möglich, so lang wie nötig.

Wie häufig geht man zur Therapie?

Auch dies ist individuell ganz unterschiedlich und hängt von Ihren persönlichen Wünschen und Möglichkeiten ab. Zu Beginn sind meist Zeitabstände von zwei bis drei Wochen angesetzt, später liegen vier bis acht Wochen dazwischen. In akuten Krisen kann es hingegen hilfreich sein sich wöchentlich zu treffen.

Was, wenn ich mich umentscheide?

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, eine Beratung, Therapie etc. zu beenden, sollte sich Ihre Situation verändern.

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Bezahlt meine Krankenkasse die Therapie?

Ich biete Therapie für Selbstzahler an, da ich nicht mit den Krankenkassen abrechne. Dadurch haben Sie den Vorteil, dass Sie nicht lange auf einen „Therapieplatz“ oder eine Kostenbewilligung durch die Krankenkasse warten müssen. Einige meiner KlientInnen nutzen die Therapie bei mir, um die teils langen Wartezeiten auf einen Therapieplatz bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten zu überbrücken.

Als Selbstzahler können Sie sich Ihren Therapeuten und Ihre Therapieform selbst auswählen, entscheiden selbst, wie häufig und wie lange Sie zur Therapie gehen. Bei der Krankenkasse wird keine Diagnose hinterlegt. Die Therapiekosten können Sie als außergewöhnliche Belastungen steuerlich absetzen.

Systemische Therapie - was ist eigentlich systemisch?

In Deutschland gibt es vier wissenschaftlich anerkannte Therapieformen. Dies sind die analytische sowie die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (nach Sigmund Freud), die (kognitive) Verhaltenstherapie und die Systemische Therapie.

Die Systemische Therapie nahm ihre Ursprünge um 1950 in der Familientherapie. Seither entwickelten sich auf Grundlage unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen weltweit eine Vielzahl systemtherapeutischer Modelle. Entsprechend vielfältig sind die Methoden, die innerhalb der systemischen Therapie angewandt werden.

Jeder Mensch hat seinen individuellen Blick auf die Welt; wie wir Dinge erleben, Beziehungen wahrnehmen und gestalten oder wie wir Situationen interpretieren ist höchst subjektiv und abhängig von vielen unterschiedlichen Faktoren. Auf diese Weise „konstruieren“ wir unsere Wirklichkeit. Im Zentrum der systemischen Betrachtungsweise steht daher auf der einen Seite der Mensch als System – mit seinen biologischen und psychischen Eigenschaften, mit seinen besonderen Erfahrungen und seinen individuellen Denk-, Fühl- und Interpretationsweisen. Auf der anderen Seite richtet sich der therapeutische Blick auf den Menschen in seinen sozialen Bezügen (z.B. das Familiensystem), mit seinen Beziehungen und Kommunikationsmustern. Denn systemisch arbeitende Therapeuten gehen nicht davon aus, dass als problematisch erlebte Verhaltensweisen allein aufgrund von inneren psychischen Prozessen auftreten. Diese werden beeinflusst durch die wechselseitige Kommunikation mit unseren Interaktionspartnern und unserer Umwelt. Diese System-Umwelt-Beziehung wird unter Wissenschaftlern als bio-psychosoziales Modell bezeichnet.

Eine weitere Annahme der systemischen Therapie besteht darin, dass jeder Mensch über die nötigen Ressourcen verfügt, um seine Schwierigkeiten, Probleme und Krisen selbst zu meistern. Im Angesicht von erlebter Hilflosigkeit, Angst oder Traurigkeit wird uns der Blick auf unsere Fähigkeiten jedoch häufig verstellt. Im Rahmen von systemischer Therapie und Beratung begibt man sich mit Unterstützung der Therapeutin auf die Suche nach seinen anscheinend verlorengegangenen Ressourcen, entdeckt mitunter Fähigkeiten, von denen man bisher gar nichts wusste und generiert auf diese Weise wieder neue Lösungsideen.

Die Systemische Therapie kämpfte, als verhältnismäßig junge Therapieschule, nach der wissenschaftlichen Anerkennung lange um die kassenärztliche Zulassung. Im November 2018 wurden „Nutzen und medizinische Notwendigkeit der systemischen Therapie anerkannt“ (Pressemitteilung des G-BA vom 22.11.2018), sodass approbierte Psychotherapeuten mit der Krankenkasse abrechnen können, sobald die Psychotherapie-Richtlinien angepasst wurden.

Wenn Sie mehr über den systemischen Ansatz erfahren möchten, lesen sie gern weiter: Link

Wie ist es mit der Abrechnung von Paar- oder Familientherapie?

Da es sich bei Paar- und Familientherapie nicht um Psychotherapie handelt, übernimmt die Krankenkasse diese Kosten grundsätzlich nicht. Lediglich in Ausnahmefällen, wenn zum Beispiel einer der Partner an einer Depression oder Angststörung leidet, die Auswirkungen auf die Partnerschaft hat, ist eine Abrechnung über die Krankenkasse möglich.

Sobald Kinder involviert sind und häufige Streits oder eine mögliche Trennung der Eltern negative Folgen für die Kinder haben, ist eine Kostenübernahme durch das Jugendamt oder den Sozialhilfeträger möglich. Sprechen Sie mich hierzu gerne an.

Nadine Thämer | Ritterstr. 31 | 38100 Braunschweig | Telefon: 0162.3338100    Impressum | Datenschutz